2015 – Jeanne o.d. Lerche (8a)
 

Jeanne oder die Lerche

 
Der letzte Satz wird gesagt, der Vorhang schließt sich langsam und Applaus erfüllt die Aula, wir atmen erleichtert auf, unsere erste Vorführung ist geschafft. Der Vorhang öffnet sich wieder und wir verbeugen uns. Jetzt sind wir nicht mehr Jeanne, Cauchon, König oder Soldat, jetzt sind wir wieder ganz normal, wir sind wieder wir. Dahin zukommen war viel Stress, aber auch viel Freude.
Angefangen hatte es schon Ende der 7. Klasse als die Frage aufkam ,,Was spielen wir denn als Theaterstück?". Frau Abele sagte uns, sie werde ein paar Stücke raussuchen und wir sollten dann gemeinsam entscheiden. Zur Auswahl standen ,,Was ihr wollt" oder ,,Viel Lärm um Nichts" von Shakespeare, ,,Maria Stuart" von Schiller und ,,Jeanne oder Die Lerche" von Anouilh. Am Ende stimmte die Mehrheit für ,,Jeanne oder Die Lerche".
Nach den Sommerferien gingen wir das Ganze langsam an, da wir erstmal damit anfingen, das Buch zu lesen. Die ganze Zeit über stand der Termin im November und rückte immer näher. Einige Wochen vor den Herbstferien wurden die Rollen verteilt, sodass wir mit dem Textlernen beginnen konnten. Da wir unseren Text noch nicht vollständig konnten, wurden wir gebeten, ihn über die Herbstferien zu lernen. Gleich am Montag nach den Ferien begannen wir mit den Proben und der Organisation. Wir teilten die Freitags- und Samstagsbesetzung ein, klärten, wer welche Requisiten mitbringt und was ein Theaterstück sonst noch so mit sich bringt. Am Mittwoch hatten wir abends unsere erste Kostümprobe. Es wurden Notizen gemacht, ob noch Kleider zusätzlich genäht werden müssen oder ob etwas geändert werden muss.Nach den Sommerferien gingen wir das Ganze langsam an, da wir erstmal damit anfingen, das Buch zu lesen. Die ganze Zeit über stand der Termin im November und rückte immer näher. Einige Wochen vor den Herbstferien wurden die Rollen verteilt, sodass wir mit dem Textlernen beginnen konnten. Da wir unseren Text noch nicht vollständig konnten, wurden wir gebeten, ihn über die Herbstferien zu lernen.
 
Während der Proben wurden nebenbei die Kulissen gemalt. Wir hatten zwei verschiedene Themen, die auf der Bühne vorherrschend sein sollten: Die Hauptkulisse war mit roten, gelben und orangenen Dreiecken, die Gerichtskulisse mit schwarzen und grauen Vierecken bemalt. Schon in der zweiten Woche merkten wir, wie knapp das alles wird: Der Text saß immer noch nicht perfekt, ebenso wenig das Schauspielern und der perfekte Umbau. An dem Samstag der ersten Woche übte die Samstagsbesetzung und am nächsten Samstag die Freitagsbesetzung; an beiden Samstagen machten einige Eltern ein wunderbares Frühstücksbuffet wofür wir uns nochmals bedanken wollen. Viel zu schnell wurde es Freitag. Um 17:00 Uhr trafen wir uns zum Schminken und Kostüme anziehen. Erstaunlicherweise hielt sich das gefürchtete Lampenfieber in Grenzen, nur auf der Bühne vor dem aufgehen des Vorhangs waren alle aufgeregt.
 
Die Gerichtsmitglieder kommen auf die Bühne, Jeanne sitzt auf einem Klotz an der Seite, der Prozess beginnt und Jeanne soll ihre Geschichte erzählen. Zwischendurch stellen Ankläger oder Bischof Fragen, auch der Inquisitor richtet das Wort an Jeanne, welche daraufhin von Ladvenu, einem Mönch, in Schutz genommen wird. Jeanne überzeugt auf ihrem Weg Beaudricourt und den König mit geschickten Taktiken, indem sie ihnen einredet, sie hätten selbst gedacht und ihnen Mut macht. Nun ist Pause. Alle strömen ins Oberstufenhaus zum Buffet, welches Eltern während des ersten Teils vorbereitet hatten.
 
Der zweite Teil beginnt mit der Unterhaltung von Graf Warwick und Bischof Cauchon, dann übernimmt der Inquisitor die Befragung zu ihrem Leben und ihrer Überzeugung. Nun erzählt Jeanne davon, wie schön es war mit dem Soldaten La Hire am frühen Morgen über die Felder zu reiten. Jeanne will sich nicht von ihren Handlungen und Taten lossagen und der Inquisitor fordert ihre Exkommunizierung, doch Cauchon versucht sie vor dem Feuertod zu retten, was ihm auch gelingt. Jeanne wird für den Rest ihres Lebens im Gefängnis sein. Der König besucht sie und auch Warwick kommt, um sie zu beglückwünschen, doch sie hat über ihr zukünftiges Leben nachgedacht und hat davor mehr Angst als vor dem Tod. Sie will ihre Männerkleider zurück, die sie im Gefängnis gegen ein Kleid eintauschen musste, und lieber verbrannt werden, als in einiger Zeit geschminkt in Kleider geschnürt am Hof dahinzuleben. Sie ist schon auf dem Scheiterhaufen, als Beaudricourt angerannt kommt und um Einhalt bittet, da die Krönung des Königs doch nicht gespielt wurde und das ein Unrecht wäre. Alle bauen um für die Krönung und so endet das Stück - Jeanne bei der Krönung, das Schwert und die Standarte in der Hand.
Natürlich gab es Fehler und Texthänger, schließlich sind wir nicht perfekt, aber alles in allem war das Ganze für die drei Wochen eine sehr große Leistung. Durch das Schauspielern lernte man von einigen Klassenkameraden ganz neue Seiten kennen. Natürlich hätte man einiges anders machen können. Aber Chaos, Unordnung und entmutigtes Kopfschütteln gehören dazu. Insgesamt war das Klassenspiel eine tolle Erfahrung für alle, Lehrer und Schüler, und es hat uns viel Freude bereitet.
Marie Oltmann, 8a
 
  Die Freitags-Besetzung:



 

 Samstag-Besetzung: