Vorderhaus
 

Feierliche Eröffnung!

Mit einem Festakt haben wir am Freitag, den 1. September 2017 das aufwendig sanierte Vorderhaus wiedereröffnet. „Ich freue mich, dass die Schule Hamburgs ältestes Schulgebäude saniert hat und zugleich mit neuem Leben füllt“, sagte Schulsenator Ties Rabe in seinem Grußwort zur Eröffnungsfeier des frisch renovierten Vorderhauses.

„Dieses Gebäude ist für das städtebauliche Erscheinungsbild des Quartiers von großem Wert“ betonte auch Stadtentwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt in ihrer Rede. „Die Sanierung des Vorderhauses der Rudolf-Steiner-Schule Bergedorf ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine nachhaltig positive Quartiersentwicklung gelingen kann, wenn sie von vielen helfenden Händen getragen und gestaltet wird. Der heutige Tag ist ein wichtiger Meilenstein dafür.“
Aus Mitteln der Städtebauförderung sind 470 000 Euro in das Projekt geflossen, die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,35 Millionen Euro. Zu den Modernisierungsmaßnahmen, die in knapp anderhalbjähriger Bauzeit ausgeführt wurden, gehören die Sanierung des historischen Mauerwerks, die energetische Dachsanierung und –dämmung, die Erneuerung der Haustechnik und der Fenster sowie der Einbau einer modernen Lüftungsanlage. Im Gebäude befinden sich das Schulbüro, das Lehrerzimmer, Handarbeits- und Förderräume, die im Zuge der Neugestaltung erweitert wurde, um der wachsenden Bedeutung der Inklusionsthematik gerecht zu werden. 
„Waldorfpädagogik versteht sich als am Leben orientierte Pädagogik, die Schülern ermöglichen soll, ihre persönliche Biographie leben zu können. Auch unser Vorderhaus möchten wir mit und nach der Sanierung nun mit Leben füllen und gewissermaßen revitalisieren“, erklärt Geschäftsführer Thomas Schramm.  



 

Backstein macht Schule

 

Energetische Sanierung des denkmalgeschützten Schulgebäudes Am Brink

Modernisierung der Innenbeleuchtung

 
In Zusammenarbeit mit der Firma Luxwerk aus Malterdingen werden die Räume des Vorderhauses mit LED-Leuchten ausgestattet. Neben einer wesentlich besseren Ausleuchtung der Räume trägt die neue Innenbeleuchtung zur Einsparung von Energie und Co2 bei. 
Möglich wird diese Maßnahme durch eine Bewilligung von Zuwendungen durch das Bundesumweltministerium im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative in Zusammenarbeit mit dem Projektträger Jülich.
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Projekt: Sanierung der Innenbeleuchtung in der Rudolf-Steiner-Schule Bergedorf der Stadt Hamburg
Förderkennzeichen: 03K04616
Laufzeit:  01.11.2016 bis 31.10.2018
Fachplanung: luxwerk – manufaktur für lichttechnik.
Zuwendungen aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative
Ausführender Elektriker Henry E. Brügge
Unterstützt durch den Projektträger Jülich
 
Gefördert durch: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und nationale Klimaschutzreserve
 



 

 

 

Nur noch wenige Wochen bis zur feierlichen Einweihung des Vorderhauses am 01.September 2017.

 
Während im Inneren die Wände lasiert werden, die neue Treppe eingebaut und der Fußboden im Eingangsbereich gelegt wird, erfüllen auch die letzten Backsteine einen guten Zweck. Die speziell für die Sanierung der historischen Fassade gebrannten Ziegelsteine verkleiden den neuen Treppenaufgang auf der Rückseite der Vorderhauses.  
 
 
 
 
 



 

 
 

Chronologie der Sanierungsmaßnahmen 

 
Nach einer mehrjährigen Planungs- und Verhandlungsphase konnte im Frühjahr 2016 schließlich ein rechtlicher und finanzieller Rahmen geschaffen werden, der es der Rudolf-Steiner-Schule Bergedorf ermöglichte, den für Bergedorf bedeutsamen, historischen Bau der ›Rektor Ritter Schule‹ Am Brink zu erhalten und nachhaltig zu nutzen.
Diese wurde am 14. Oktober 1856 eingeweiht und ist damit immerhin das älteste noch bestehende Schulgebäude Hamburgs.
 
Auffällige Fassadenschäden zeigten jedoch schon seit längerer Zeit an, dass die Substanz des Hauses in Gefahr war und eine grundlegende Sanierung war angezeigt.
 



 

Untersuchungen hatten ergeben, dass der Dachstuhl chemisch belastet war. Dies und die dringend notwendige Neueindeckung der Dachhaut machten umfangreiche Arbeiten am Gebälk nötig.



 

Der gewünschte Erhalt der ursprünglichen Ziegelfassade erlaubte keine Dämmung der einschaligem Wand an der Außenseite. Bauphysikalische Berechnungen haben dann ergeben, dass eine Innendämmung mit Kalksilikatplatten und eine Wandflächenheizung in Verbindung mit einem diffusionsoffenen Lehm-Innenputz die nachhaltigste Lösung für das alte Mauerwerk darstellen…



 

…Vollständig wird diese Maßnahme aber erst durch eine zusätzliche umfangreiche Lüftungsanlage, die durch beständigen Luftaustausch mit Wärme-Rückgewinnung sicherstellt, dass die Luftfeuchtigkeit aus dem Gebäude transportiert wird.



 

Das Eingangsfoyer ist ein in Bergedorf vielseits bekannter Raum. Auch dieser musste gründlich saniert werden:



 

Die allmähliche Verwandlung eines Raumdetails im Flur des OG: