Brigida-Initiative
 

Das Konzept

Die BRIGIDA - Initiative an der RSS Bergedorf hatte das Ziel, eine Schule für Kinder mit Förderbedarf ins Leben zu rufen. Arbeiteten wir bisher an einem Konzept für eine Förderschule, so veranlasste uns die derzeitige Entwicklung in der Hamburger Schulpolitik, nach neuen Wegen der Verwirklichung zu suchen. Sonder- und Förderschulen sollen bis zum Sommer 2010 abgeschafft werden. Nach dem Grundsatz der Inklusion müssen wir uns nun entscheiden, ob wir ein Schulzweig oder ein Kleinklassenzug an der RSS werden können oder eine eigenständige Schule gründen.
So sucht unser kleiner Arbeitskreis nach Wegen, eine Schule für Kinder zu bilden, die eine andere Art von Schule brauchen oder wünschen.

Ein kleiner Einblick in unser Konzept: 

In der Schule soll Raum entstehen für die Entwicklung und Entfaltung von freien Persönlichkeiten. Oft benötigt man dazu mehr oder etwas anderes als das Sitzen hinter der Schulbank. Wird es diese Zeiten gewiss auch geben, so kommt Lernen außerhalb des (klassischen) Schulraumes hinzu. Rezeptive Wissensaufnahme geschieht am Rande; wir lernen durch das Sammeln von Erfahrungen, durch Aktivsein, durch Projekte. Das erworbene Wissen und Können soll im Leben einzusetzen und nicht nur abfragbar sein.
In unserem Konzept legen wir Wert auf eine Sinnes – und Bewegungsschulung als Grundlage für weitere Entwicklung. Wir schaffen und erschließen reale Wahrnehmungsfelder. Was die SchülerInnen erfahren und tun, soll stets Bezug zur Wirklichkeit haben. 
Die natürliche Umgebung der Schule, nämlich am Schnittpunkt von Land und Stadt, wird zum Lehrmeister: Bäume, Garten, Tiere…
Die Pflege derselben schafft Verbindung zu diversen Handwerken. Zu jedem Handwerk gehören neben einer spezifischen Handfertigkeit auch Ausdauer und Übung, Planen und vielseitiges Wissen. Damit dient die Einführung in handwerkliche Tätigkeiten nicht nur der Berufsvorbereitung, sondern vermittelt Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für alles weitere Lernen und Sich - Behaupten im Leben hilfreich und vonnöten sind. Durch die Arbeit der Hände wird die Gehirnentwicklung angeregt.
Dies geschieht also auch in der Ausübung verschiedener Künste, wozu außerdem Phantasie, Kreativität und Selbst-Äußerung gefragt sind. 
Individuell abgestimmte Therapien ergänzen den Schulalltag.

Arbeitsstand: 

Wir brauchen dringend mehr Mitarbeiter und zukünftige Schuleltern, die das Projekt mit vorantreiben – aktiv oder mit verbindlichem Interesse oder durch Hinweise ...