2017 - Forstbaupraktikum
 

Forstpraktikum der 7. Klasse
im Waldpädagogikzentrum Rotenberg

Ein Rückblik von Petra Sasse, Klassenlehrerin der 7. Klasse.
 
Mit gemischten Gefühlen startete die 7. Klasse direkt nach den Märzferien in das 2-wöchige Forstpraktikum. Wusste doch niemand (außer Herrn Grunwald), was uns genau erwartete. Gerüchten zufolge drohten frühes Aufstehen, körperliche Arbeit im Wald und wenig bis keine Freizeitaktivitäten. ;) Doch schon die überaus angenehme Anreise im ICE bis Göttingen, die Abholung in Kleinbussen vom Bahnhof (anstelle einer kilometerlangen Wanderung) und der erste freie Nachmittag ließen Freude aufkommen.
 
Die Bungalows wurden in Besitz genommen und eingerichtet, die Gegend mit Spaziergängen oder auch joggend erkundet, der Fußballplatz ausprobiert. Am nächsten Morgen hieß es dann Aufstehen um 5:45 (Küchendienst) bzw. 6 Uhr, Frühstück um 6:30 und um 7:15 Uhr trafen wir uns mit den Forstarbeitern zur Einteilung der Gruppen. Das blieb unser Tagesablauf für die kommenden 12 Tage, lediglich am Wochenende konnten wir etwas länger schlafen.
 
Am Samstag und Sonntag holte uns ein Reisebus um 9 Uhr ab und wir besuchten ein Bergwerk, entdeckten die Altstadt von Goslar, wanderten im Bodetal und besichtigten eine Tropfsteinhöhle. Wir durchfuhren gefühlt den gesamten Harz, querten hübsche Täler, passierten große Stauseen und Staumauern und genossen schöne Ausblicke. Fast die gesamte Reise über begleitete uns ein wunderbar sonniges und für die Jahreszeit mildes Wetter, sodass zur Abkühlung auch mal eine Wasserschlacht notwendig und die mitgebrachte Kleidung mitunter als zu warm empfunden wurde.
 
Peter Grunwald hatte schon vor der Reise 27 veredelte Apfelbäume aus dem Schulgarten auf den Rotenberg gebracht, die dort von Schülern auf einer großen Lichtung direkt im Waldpädadgogikzentrum gepflanzt und mit Stützen und Namens-Holzschildern versehen wurden. Die Schüler lernten auch die Bäume richtig anzubinden (Kreuzknoten!) und unterstützten beim Schneiden älterer Apfelbäume. 5-6 Gruppen fuhren jeden Tag von 7:30 bis 12:30 mit je einem Forstarbeiter in den Wald oder arbeiteten auf dem Gelände, wo sie Hochstände reparierten und aufstellten, Tonkinstäbe steckten, frisch gefällte und zersägte Bäume wegräumten, Ameisenhaufen besuchten, Erde fuhren und verteilten, Türen abschliffen und strichen, kleine Bäume ausrissen oder mit sogenannten „Waldteufeln“ (Astscheren) abschnitten, so dass Waldwege wieder befahrbar wurden und vieles mehr. 
 
Nach den 2 Wochen freuten wir uns auch wieder sehr auf zu Hause. Und doch!!! Nach dem Auftanken daheim, wären wohl nicht wenige von uns gerne am Montag gleich wieder in den Wald zurückgekehrt.
 
Es war insgesamt eine lange und ganz großartige Klassenfahrt mit vielen schönen und nachhaltigen Eindrücken und bleibenden Erlebnissen, die uns für zwei Wochen aus der doch oft schnelllebigen Alltagswelt katapultierte und uns gelöst und mit einem sehr angenehmen und neuen Gemeinschaftsgefühl zurückkehren ließ.  
 
Vielen Dank an Peter Grunwald für dieses ganz wunderbare Erlebnis.