Geschichte
 

Geschichte

Der Geschichtsunterricht an der Waldorfschule geht davon aus, dass ein Zusammenhang besteht zwischen der geschichtlichen Entwicklung der Menschheit und der Entwicklung des Einzelnen. Der Mensch wandelt sich durch die Geschichte in seinem gesellschaftlichen Zusammenleben, seiner Wirtschaftsweise, seinen politischen und künstlerischen Ideen. Auch die einzelne Persönlichkeit durchläuft im Verlaufe des Lebens eine Entwicklung, die sich in der individuellen Biographie niederschlägt.
 
Der Geschichtsunterricht der fünften bis neunten Klasse, der thematisch einen Bogen von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart schlägt, will in besonders bildhafter Weise Geschichte für die Schüler lebendig machen. Ein Beispiel ist hier auch die Behandlung der kulturfördernden Entdeckung des Buchdruckes in Verbindung mit einem eigenen Projekt in der Schuldruckerei innerhalb der siebten Klasse.
 
Ab der zehnten Klasse wird dieser Zeitraum auf einer anderen Ebene erneut behandelt und vertieft. Dabei soll das besondere Wesen einer bestimmten Zeit und Kultur deutlich werden, z.B. in der zehnten Klasse die Hochkultur Mesopotamiens und die attische Demokratie. Durch die Art der Themenbehandlung soll zum einen das Einfühlungs- und Phantasievermögen der Schüler angesprochen als auch, entwicklungsgemäß, die eigene Urteils- und Begriffsbildung angeregt werden.
 
In der zwölften und dreizehnten Klasse (Profil) wird methodisch die Analyse geschichtlicher Quellen vertieft. In der Zusammenarbeit mit dem Profilschwerpunkt Kunst werden wechselnde Themen fächerübergreifend behandelt.