Die Schulordnung
 

Die Schulordnung

 

1. Aufnahme:

 

Die Anmeldung des Schülers erfolgt durch den Erziehungsberechtigten oder dessen Vertreter schriftlich- Bei der Anmeldung benötigen wir folgende Unterlagen

Geburtsurkunde, ein Abgangszeugnis, wenn der Angemeldete schon eine Schule besucht hat, Meldeschein oder gültiger Personalausweis des Erziehungsberechtigten.

Durch Anmeldung und Aufnahme des Schülers werden die Bestimmungen der Schulordnung für den Erziehungsberechtigten verbindlich; ein Exemplar der Schulordnung wird dem Erziehungsberechtigten ausgehändigt.

Über die Aufnahme entscheidet die Lehrer-Konferenz der Rudolf-Steiner Schule Bergedorf. Die Entscheidung wird dem Anmeldenden schriftlich mitgeteilt.

Mit der Aufnahmeerklärung ist das angemeldete Kind für eine jeweils zu vereinbarende Probezeit aufgenommen. Die Probezeit dauert in der Regel ein Jahr. Während der Probezeit kann das Schulverhältnis von beiden Seiten ohne Begründung, bis zum jeweils 3. eines jeden Monats zum Monatsende gekündigt werden.

 

2. Schulwechsel

Bei Schulwechsel wird der Schüler nur nach Vorlage eines Abgangszeugnisses und einer Abmeldebestätigung der Schule, die er vorher besucht hat, aufgenommen

 

3. Abmeldung

Schüler, die nach dem Willen des Erziehungsberechtigten die Schule verlassen sollen, sind durch den Erziehungsberechtigten oder dessen Vertreter schriftlich im Sekretariat der Rudolf Steiner Schule Bergedorf unter Vorlage der Anmeldebestätigung der aufnehmenden Schule abzumelden. Die Abmeldung (Kündigung des Schülervertrages) kann nur zum Ende eines Schuljahres unter Einhaltung der Kündigungsfrist von 6 Wochen erfolgen. Ausnahmen regelt der Vorstand auf schriftlichen Antrag.

 

4. Abgangszeugnis

Schüler, die die Schule verlassen, erhalten ein Abgangszeugnis. Es wird dem Schüler ausgehändigt, nachdem er alles Eigentum der Schule (entliehene Bücher, leihweise überlassene Lehrmittel, Instrumente, etc) zurückgegeben hat und rückständig, bzw. bis zum Ablauf der  Kündigungsfrist noch fällige Schulgelder bezahlt sind.

 

5. Schulgeld und Beiträge

Die Höhe der Beiträge und eventueller Gebühren beschließt die Mitgliederversammlung des Rudolf Steiner Schulvereins Bergedorf e.V. Das Schulgeld wird monatlich im Voraus per Lastschriftverfahren entrichtet. Tritt ein Schüler im Laufe eines Monats ein, wird die Zahlung eines vollen Monatsbeitrages erwartet.

 

6. Mitgliedschaft im Schulverein

Die Erziehungsberechtigen werden mit der Aufnahme des Schülers Mitglied des Rudolf Steiner Schulvereins Bergedorf e.V. Die Vereinssatzung wird bei Anmeldung ausgehändigt. Die Erziehungsberechtigten wirken an der Erziehung ihrer Kinder vornehmlich durch regelmäßige Teilnahme an den Klassenabenden sowie durch die Beteiligung an den anderen pädagogischen und weiteren Mitwirkungs-Angeboten der Schule und des Verein mit.

 

7. Haftung

Der Erziehungsberechtigte ist für die pflegliche Behandlung und pünktliche Rückgabe von Schuleigentum, das dem Schüler von der Schule anvertraut wird, verantwortlich und haften für Beschädigungen durch den Schüler.

Für Gegenstände, die auf dem Schulgelände untergestellt sind, z.B. Fahrräder, haftet die Schule nicht. Das gleiche gilt für Garderobe, Geld und andere Wertgegenstände. Bei mutwilliger Zerstörungen haften die Erziehungsberechtigten.

 

8. Lern- und Lehrmittel

Form und Art der Lern- und Lehrmittel (Lehrbücher, Hefte, Schreib-, Zeichen- und Handarbeitsmaterial etc.) werden von der Schule vergeben.

Das Material für den Mal-, Handwerks- und Handarbeitsunterricht wird den Kindern durch die Schule bereitgestellt. Die Bezahlung erfolgt jeweils an die Klassenkasse. Die Schule kann Schulhefte und für die Schule angefertigte Arbeiten einbehalten.

 

9. Schuljahr

Das Schuljahr dauert vom 1. August bis zum 31. Juli des Folgejahres.

 

10. Ferien

Dauer und Zeitpunkt der Ferien werden durch die Regional-Konferenz der Landesarbeitsgemeinschaft der Rudolf Steiner Schulen in Hamburg festgelegt. Sie werden soweit wie möglich den durch das Amt für Schule in Hamburg festgesetzten Ferienzeiten angepasst.

 

11. Schulbesuch

Die Schüler sind zum regelmäßigen Besuch des für sie verbindlichen Unterrichtes und der sonstigen für verbindlich erklärten Veranstaltungen der Schule verpflichtet. Beurlaubungen können nur nach vorheriger Rücksprache mit dem zuständigen Klassenlehrer erfolgen. Von einzelnen Unterrichtsfächern darf der Schüler nur in dringenden Fällen, auf längere Zeit nur aus gesundheitlichen Gründen befreit werden. Die Befreiung ist vom Erziehungsberechtigten so frühzeitig wie möglich zu beantragen. Wird sie aus gesundheitlichen Gründen beantragt, ist ein ärztliches Attest erforderlich.

Urlaub durch den die Schulferien verlängert werden, muss so frühzeitig wie möglich schriftlich bei der Lehrer-Konferenz beantragt werden und wird nur ausnahmsweise und in dringenden Fällen von dieser genehmigt.

Schulpflichtige Kinder dürfen nur in Ausnahmefällen und nur mit behördlicher Genehmigung die jederzeit widerruflich ist, für längere Zeit oder dauernd vom Schulbesuch beurlaubt werden. Für das Versäumen verbindlicher Schulveranstaltungen kann im allgemeinen nur Krankheit, die die Fernhaltung notwendig macht, als genügender Entschuldigungsgrund angesehen werden.

 

12. Krankheit

Ist ein Schüler durch Krankheit oder aus anderen dringenden Gründen verhindert, an verbindlichen Schulveranstaltungen teilzunehmen, so hat der Erziehungsberechtigte oder sein Vertreter dies dem Klassenlehrer/-betreuer schriftlich baldmöglichst mitzuteilen.

Die Schule ist berechtigt, in besonderen Fällen die Vorlage eines ärztlichen Attestes zu verlangen. Schüler, die an übertragbaren Krankheiten leiden oder Erreger von ansteckenden Krankheiten beherbergen (beides nach §34 Infektionsschutzgesetz) dürfen die Schule nicht betreten. Gesunde Schüler aus Wohnräumen in denen übertragbare Krankheiten vorgekommen sind, dürfen die Schulräume nicht betreten, soweit und solange eine Weiterverbreitung der Krankheit durch sie zu befürchten ist.

Vom Betreten der Schule ausgeschlossene Schüler dürfen die Schule erst wieder besuchen, wenn dies nach schriftlicher ärztlicher Bescheinigung unbedenklich ist.

 

13. Unterrichtsausfall bei Unwetter

Der Unterricht an der Rudolf Steiner Schule Bergedorf fällt wegen Unwetter aus, wenn der NDR 2 in seinen Ansagen verlautet:

dass in dem Kreis Stormann und oder dem Kreis Herzogtum Lauenburg/Südteil (oder in ganz Schleswig Holstein, da dies das Vorherige einschließt) die Schule wegen Unwetters ausfällt.

ODER

das in Hamburg Oststadtteilen (oder in ganz Hamburg, da dies das Vorherige einschließt) die Schule wegen Unwetters ausfällt.

 

Für die Beschäftigten der Rudolf Steiner Schule Bergedorf gilt diese Regelung nicht, so dass an solchen Tagen eine Betreuung sichergestellt ist.

 

14. Religionsunterricht

Über die Teilnahme am Religionsunterricht werden zwischen der Schule und den Erziehungsberechtigten freie Vereinbarungen getroffnen.

 

15. Verhaltensregeln

Um bei schulischen Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Schule die notwenigen Ordnung sicher zu stellen, den Schutz und die Gesundheit der Schüler zu gewährleisten sowie den Ruf und das Ansehen der Schule nicht beschädigen zu lassen, gelten die folgenden Verhaltensregeln.

Bei Verstößen gegen die Verhaltensregeln wird die Schule mit pädagogischen Maßnahmen oder Ordnungsmaßnahmen versuchen, ihrem pädagogischen Auftrag gerecht zu werden.

Liegen anzeigepflichtige Straftaten vor, wie zum Beispiel: „Dealen“ (Handel mit Drogen), Gewalt- oder andere Straftaten, so obliegt deren Bewertung und Verfolgung den Organen der Rechtspflege (Jugendgericht) unter pädagogischem Mitwirken der Schule.

Unsere Schule hat sich nach gemeinsamem Beschluss von Lehrern und Schülern dem Modell „Rauchfreie Schule“ der staatlichen Schulen in Hamburg angeschlossen. Seitdem besteht die freiwillige Selbstverpflichtung von Lehrern, Mitarbeitern, Schülern und Eltern, auf dem Schulgelände nicht zu rauchen und rauchende Menschen auf diesen Beschluss hinzuweisen.

 

Verhaltensregeln:

Die Schule erwartet von ihren Schülern dass

1. die Älteren bereit sind Verantwortung zu tragen und den Jüngeren ein Vorbild zu sein.

2. sie sich bei schulischen Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Schule sowie auch außerhalb schulischer Veranstaltungen angemessen und sozialverträglich verhalten.

3. sie die Weisungen der Lehrerinnen und Lehrer sowie den von ihnen beauftragten Personen befolgen.

4. sie die eingerichteten Hof-, Klassen- und anderen Dienste wahrnehmen.

5. sie die Fahrräder und andere Fortbewegungsmittel auf dem Schulgelände nicht benutzen und auf dem dafür eingerichteten Platz abstellen.

6. sie die für den Unterricht festgelegte Sitzordnung einhalten.

Des weitern gilt:

7. Für das Verhalten der Schüler außerhalb der Schule und den Schulveranstaltungen sind die Erziehungsberechtigten verantwortlich.

8. Das Einbringen und der Gebrauch von berauschenden Mitteln jedweder Art (Drogen, Alkohol u.a.) ist verboten.

9. Der Gebrauch von Gegenständen, die den Unterricht stören oder beeinträchtigen können (z.B, Tonwiedergabegeräte, Knallkörper) ist in den Schulräumen und auf dem Schulgelände, der Gebrauch von Handys in den Schulräumen, nicht erlaubt. Sie können bei Zuwiderhandeln eingezogen werden. Die Rückgabe erfolgt ausschließlich an die Erziehungsberechtigten.

10. das Mitführen von Waffen und waffenähnlichen Gegenständen ist verboten. Die Rückgabe erfolgt ausschließlich an die Erziehungsberechtigten; eine Weiterleitung an die Polizei behält sich die Schule vor.

11. Das Parken auf dem Schulgelände, einschließlich dem Parkplatz, kann Schülern und Eltern während der Unterrichtszeiten bis 14 Uhr nicht ermöglicht werden. Ausnahmen bedürfen des schriftlichen Antrages und der Genehmigung durch die Schulführungskonferenz.

12. In den großen Pausen verlassen die Schüler außer bei Regen die Gebäude und benutzen die ihnen zugewiesenen Pausenflächen.

13. Verlassen des Schulgeländes: Schülern der Jahrgangsstufen 11 bis 13 ist es erlaubt in Freistunden sowie in Pausen, die mindestens fünfzehn Minuten dauern, das Schulgrundstück zu verlassen.

14. Für die Pausenverpflegung ist von den Elternhäusern Sorge zu tragen, so dass aus diesem Grunde das Schulgelände nicht verlassen werden muss. Auf die Schulküche und das Oberstufen Cafe wird ausdrücklich hingewiesen.

15. Das Werfen mit Steinen, Schneebällen u.a. ist grundsätzlich verboten.

16. Das Betreten des Sportplatzes ist nur in Begleitung eines Lehrers erlaubt. Das Fußballspielen auf dem Sportplatz ist während der Unterrichtszeiten nicht gestattet. Das Parken von Fahrzeugen auf dem Sportplatz ist behördlicherseits untersagt.

 

16. Pädagogische Maßnahmen und Ordnungsmaßnahmen

Auszug aus dem „Schulrecht Hamburg“

Pädagogische Maßnahmen haben Vorrang vor förmlichen Ordnungsmaßnahmen. Das Gebot der Verhältnismäßigkeit muss gewahrt werden.

In der Unterstufe ist auf förmliche Ordnungsmaßnahmen zu verzichten. Züchtigung und entwürdigende Maßnahmen sind verboten.

Kollektivmaßnahmen sind unzulässig.

 

Pädagogische Maßnahmen sind in aufsteigender Reihenfolge:

a) das erzieherische Gespräch

b) gemeinsame Vereinbarungen und Absprachen

c) die mündliche Ermahnung

d) die zeitweise Wegnahme von Gegenständen

e) die schriftliche Ermahnung

f) das Nachholen schuldhaft versäumten Unterrichtes.

g) die Wiedergutmachung angerichteten Schadens

h) kurzfristiger Ausschluss vom laufenden Unterricht bis zum Unterrichtsausschluss des selben Tages

Ihnen können förmliche Ordnungsmaßnahmen folgen. Dies sind:

i) schriftlicher Verweis (Abmahnung)

j) Ausschluss vom Unterricht und sonstiger schulischer Veranstaltungen für ein bis fünf Unterrichtstage

k) Abschulung (Kündigung des Schulvertrages)

 

In den  Fällen e) bis k) sind die Erziehungsberechtigten schriftlich über Vorfall und Fristen zu informieren. Zur Information gehört auch der Hinweis auf die Schul- und Vereinsorgane, an die sich die Erziehungsberechtigten  im Konfliktfall wenden können.

 

17. Interessenvertretung der Schüler

Zur Wahrnehmung ihrer Rechte auf Mitgestaltung des Schullebens und der pädagogischen Arbeit der Schule bilden die Schüler der Jahrgangsstufen Fünf bis Acht, sowie die Schüler der Jahrgangsstufen Neun bis Zwölf  jeweils ein Schülerforum. In diese werden aus jeder Jahrgangsstufe bis zu drei Schüler aus der Schülerschaft der Klasse entsandt.

 

Das Schülerforum gibt sich selbst eine Geschäftsordnung.

 

Es arbeitet auf eigenem Wunsch, auch fallweise, mit oder ohne Lehrerbeteiligung. Es bestimmt sich seinen oder seine betreuenden Lehrer für jeweils ein Schuljahr selbst.

 

Es hat ein Informationsrecht, das sich auf alle, die Schülerschaft betreffenden geplanten und beschlossenen Änderungen und Vorgänge bezieht.

 

Es hat ein Initiativerecht und kann den verschiedenen Schulgremien Wünsche, eigene Vorstellungen, Maßnahmen und Projekte vorschlagen.

 

Darüber hinaus können Schüler der Oberstufe in der Eltern-Lehrer-Konferenz mitarbeiten, wenn sie sich zu einer konstanten Mitarbeit verpflichten

 

In allen Klassen besteht die Möglichkeit, in Konferenzen mit den die Klasse unterrichtenden Lehrern Angelegenheiten zu erörtern, wenn dies von der Mehrheit der Schüler gewünscht wird.

 

Aufgaben der Prüfungs- und Zeugniskonferenzen gehören nicht hierzu.

 

18. Unfallversicherung der Schüler und Eltern

Jeder Schüler ist im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung gegen Unfälle, die sich in der Schule, bei Schulveranstaltungen oder auf dem direkten Weg zur oder von der Schule ereignen versichert. Diese sind dem Sekretariat unverzüglich auf dem entsprechenden Formblatt zu melden.

Eltern, die in der Schule Aufgaben wie Reinigung, Mithilfe bei unterrichtlichen Veranstaltungen, Bau-, Umbau-, Renovierungs- oder Gartenpflege-Arbeiten, Küchenmithilfe, Klassenbegleitung oder ähnliche ehrenamtlich übernehmen, sind soweit sie sich in die entsprechende Liste (im Sekretariat) eingetragen oder einen entgeltfreien Vertrag unterschrieben haben, ebenfalls, während der Ausführung der ehrenamtlichen Tätigkeit, unfallversichert.